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Die Historie der Gemeinde Uelvesbüll/Nordfriesland

Das Buch "Die Chronik von Uelvesbüll" wird bzw. ist aktuell in Überarbeitung/Aktualisierung. Die bisherige Ausgabe ist inzwischen leider komplett vergriffen/ausverkauft. Die Neuauflage wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Es gibt die Möglichkeit sich in der Vorbestellungsliste eintragen zu lassen. Vorbestellungen können Sie per Briefpost an die Bürgermeisterin richten oder per eMail bestellen.

2016Chronik

Historisches DorfbildLageplan
In der über 800-jährigen Geschichte spielten die Lage am Meer und das Leben mit dem Meer eine wichtige Rolle: Friesen gründeten die Siedlung vermutlich im 13. Jahrhundert etwa zwei Kilometer westlich der heutigen Ortslage. (Der damalige Standort befindet sich wohl im heutigen Wattenmeer).
Wahrscheinlich bereits vor 1300 wurde das Uelvesbüller Gebiet eingedeicht und erhielt auch eine Kirche. In der großen Sturmflut von 1362, als das westliche Nordfriesland in zahlreiche Inseln und Halligen zerrissen wurde, entstand der breite Heverstrom, in dem das alte Uelvesbüll versank.
Eine neue Siedlung mit Kirche, die 1491 erstmals urkundlich erwähnt ist, entstand weiter östlich der ehemaligen Ortslage auf der Insel Everschop, die durch Landgewinnung anwuchs und den östlichen Teil der späteren Halbinsel Eiderstedt einnahm.
Jedoch bedrohten und zerstörten immer wieder Sturmfluten wie die besonders verheerende „zweite Große Mandrenke“ von 1634 mühsam errungenes Kulturland. Die heute so idyllischen Wehlen am Porrendeich sind Reste einstiger Deichbruchstellen.

Porrendeich alt

Bild: Porrendeich alt/JB

Auch das 1994 im Uelvesbüller Koog ausgegrabene Wrack eines vor 400 Jahren gestrandeten holländischen Lastenseglers, das heute im Husumer Schifffahrtsmuseum zu besichtigen ist, belegt die ständige Bedrohung der Menschen durch die Nordsee.

Landgewinnungsmaßnahmen ließen seit dem 15. Jahrhundert die Gemeinde- und Kirchspielfläche anwachsen:
- 1696 entstand der
Norderfriedrichskoog
- 1906 der Sommerkoog
- 1936 der Uelvesbüller Koog

Von der Blüte des Eiderstedter Getreideanbaus im 16. und 17. Jahrhundert zeugten auch in Uelvesbüll 18 stattliche Haubarge, von denen heute nur noch eines der kleineren Beispiele am Porrendeich erhalten ist.
An historischen Bauten sind außerdem noch vorhanden:
- das Pastorat von 1785
- das alte Schulhaus von 1825
- die 1854 neu erbaute St. Nikolai-Kirche

Schwere Schäden richtete zuletzt die Sturmflut von 1962 an, als der Seedeich brach und der gesamte Uelvesbüller Koog überflutet wurde.

Heute gibt es nur noch wenige landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe.
Seit den 1970er Jahren schlossen auch die örtlichen Versorgungseinrichtungen wie Lebensmittelladen, Krug, Bäcker, Post, Schule. Seelsorgerisch wird Uelvesbüll schon seit 1952 von Witzwort versorgt.


Allgemeines:
Die Gemeinde Uelvesbüll gehört zum Amt Nordsee Treene und besteht aus :
- Dem Ortskern um die Kirche
- Kirchspielweg
- Porrendeich
- Uelvesbüller Koog
- Barneckemoor
- Schiedhörn
- Moordeich
- Sand

Der Name Uelvesbüll, hieß früher in einer älteren Form "Ulfsböl" , und bedeutet soviel wie "Wohnstätte des Ulf".
Die Silbe "büll" (früher: böl) stammt aus dem Dänischen und bedeutet Wohnsitz/Wohnort, die Vorsilbe "Uelves" (früher: Ulfs) deutet demnach auf die Sippe des Ulfs hin.

Vor der zweiten Marcellusflut des Jahres 1362 gehörte der bei dieser Sturmflut untergegangene alte Ort Uelvesbüll zur strandischen Edormsharde. Viele damalige Häuser und Wirtschaftsflächen hatten ihren Standort weiter nördlicher und westlicher im heutigen Watt. Infolge der Vergrößerung der Hever mußte der neue Ort Uelvesbüll in das südliche Gebiet verlegt werden. Nach der Flut, die auch die erste Kirche zerstörte, zählte Uelvesbüll dann zur Harde Everschop.

Wattenmeer bei Uelvesbüll

Uelvesbüll befindet sich heute an der nördlichen seeseitigen Grenze der Halbinsel Eiderstedt. Dieser heutige Festlandteil des Kreises Nordfriesland hat sich im Laufe der Jahrhunderte aus drei mehr oder weniger eigenständigen Inseln entwickelt. Landschaftsprägend waren in dieser Zeit die immer wieder über das Land hereinbrechenden Sturmfluten auf der einen und die Bemühungen der Einwohner, sich durch Deichbauten u.a. vor diesen Katastrophen zu schützen, auf der anderen Seite. Der Ort wird heute durch einen neuen Außendeich und mehrere Innendeiche mit Koogen vor Sturmfluten geschützt. Der Landesdeichschutz hat Zusagen für einen weiteren Ausbau der Deichanlagen im Hinblick auf die steigenden Weltmeere durch die Klimaveränderung gemacht.

Wir empfehlen Ihnen das Buch "Die Chronik von Uelvesbüll",
welches Sie bei der Bürgermeisterin bestellen können.

Buch Chronik

Das heutige Uelvesbüll umfasst ein Gebiet von rund 1.021 ha, hat ca. 290 Einwohner und ist amtsangehörige Gemeinde des Amtes Nordsee-Treene. Die Nähe von etwa 13 km sowohl nach Friedrichstadt und Tönning als auch zur Kreisstadt Husum verdeutlichen die attraktive Lage der Gemeinde. Hinzu kommt die unmittelbare Nachbarschaft zur Nordsee, die fast 3 km Länge an der Gemeindegrenze ausmacht.

Uelvesbüll ist Teil der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Witzwort-Uelvesbüll; in der St. Nikolai-Kirche werden Gottesdienste in der Regel am letzten Sonntag jeden Monats abgehalten.

Eine Grundschule wird im Verbund mit den Nachbargemeinden Witzwort und Simonsberg in Witzwort unterhalten. Uelvesbüller Schulkinder fahren mit einem verbandseigenen Schulbus zum Unterricht. Weiterführende Schulen befinden sich in Tönning und Husum; auch auf diesen Strecken verkehren Schulbusse.

Nachdem Uelvesbüll noch bis vor wenigen Jahren beruflich von der Landwirtschaft geprägt wurde, überwiegen mittlerweile solche Berufsarten, die ein Zwischenfahren in umliegende Orte erforderlich machen. Daneben stellt der Fremdenverkehr für viele Einheimische als wichtiges weiteres Standbein ein die Existenz sicherndes Nebeneinkommen dar. 

In unserer Gemeinde wird ein Windpark betrieben, welcher nach Plänen der Gemeindevertretung ausgebaut werden soll.

Die Geselligkeit darf nicht zu kurz kommen. Für diese Zwecke und die Vereinsarbeit steht ein gemütliches Gemeindezentrum bereit. 
 
Autor: Admin Uelvesbüll